Heidelbeere

Blaubeere

Heidelbeeren, die blauen Früchte mit Geschmack

 



Die Blaubeeren, die lateinisch den Namen Vaccinium myrtillus tragen, lieben die etwas kühleren Gegenden und sind deshalb zumeist auf der Nordhalbkugel unserer Erde zu finden. Sie stammen aus der Familie der Heidekrautgewächse, im botanischen Sprachgebrauch auch Ericaceae. Zu dieser Familie zählen auch Preisel-, Heidel-, Rausch- und Moosbeeren.

 


Die Farbe macht es aus!

 

 

Gerade die natürlichen Farbstoffe in den Blaubeeren, die man auch als Phenole bezeichnet, machen die gesundheitswirkende Wirkung von Blaubeeren, aber auch andern Beerenarten aus. Diese Gerbstoffe haben wiederum Anthozyane in sich, also Farbpigmente. Diese wirken nach neuesten Forschungen schützend vor Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, aber auch der Gelenke, der Augen der Haut und der Nieren. Diese Wirkstoffe sind antioxidativ, das heißt, sie sind in der Lage, sogenannte freie Radikale, die zu Krebs führen können, einzufangen. Freie Radikale können auf verschieden Arten entstehen. So entstehen sie durch Röntgen- und radioaktive Strahlung, aber auch durch UV-Licht. Viele Chemikalien, die aus der Umwelt auf den Menschen einwirken, die er in seiner Nahrung mit aufnimmt, führen ebenfalls zur Entstehung von freien Radikalen im Stoffwechselsystem. Der Genuss von Beeren wie Johannisbeere, Heidelbeere oder Preiselbeere trägt also entscheidend zur Vorbeugung gegen karzogene Krankheiten bei. Die Blaubeere enthält auch die Aminosäure Tryptophan, die beim Einschlafen hilft. Heidelbeerfrüchte werden sogar zur Verbesserung der Sehleistung bei Nacht eingenommen.

 

 

 

Wilde Heidelbeeren aus Nordamerika

 

Ein Großteil der Blaubeeren, die wir in Konserven in den Regalen der Supermärkte finden, aber auch getrocknet oder eingefroren und frisch sind sie zu haben, stammt aus dem Norden Amerikas. Hier werden sozusagen "wilde" schwarze Heidelbeeren kultiviert. Alle zwei Jahren mähen die amerikanischen Farmer die Sträucher, schneiden sie quasi maximal zurück, sodass sie in der nächsten Saison wieder reiche Früchte tragen. In Amerika heißen die Beeren Cranberry, sie sind nicht nur Bestandteil von Smoothies, Eiscreme, Kuchen und Torten, sondern nahezu eine nordamerikanische Tradition. Doch natürlich gibt es die Heidelbeeren auch in China. Hier sind etwa neunzig Arten bekannt, ein gutes Viertel davon wächst nur in China, ist also endemisch. Die Beere wird zum Großteil von wild wachsenden Pflanzen getätigt, auch in Europa, hier vor allem in den östlich gelegenen Ländern des Kontinents. Die amerikanische Blaubeere ist etwas größer als die Europäische, ihr Saft schmeckt nicht ganz so intensiv, auch färbt er nicht so nachhaltig. Blaubeerflecken auf Hemden oder T-Shirts sind bis heute ein großes Problem der Hausfrauen. Nur mit einem speziellen Zusatzmittel, das man direkt auf den Fleck gibt, beziehungsweise in den Fleck hinein reibt, ist wirklich Erfolg zu erzielen. Bei reinweißen Hemden versagt manchmal sogar diese Methode.